Was
ein Physiotherapeut für Sie tun kann:
Physiotherapie
ist inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitswesens.
Immer mehr Ärzte schätzen die Physiotherapie als Alternative
zur Behandlung mit Arzneimitteln. Krankengymnastik und die
Maßnahmen der physikalischen Therapie sind Teile der Physiotherapie
und gehören damit zu den natürlichen Heilverfahren.
Darüber hinaus hat die Physiotherapie außer in der heilenden
Medizin einen hohen Rang in der Vorbeugung und Rehabilitation
eingenommen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Patient,
dessen Leiden zu lindern oder dessen Gesundheit wiederherzustellen
ist. Dem Gesundheitsbewußtsein vieler Menschen kommt es heute
entgegen, ihre Krankheiten nicht nur mit Arzneimitteln behandeln
zu lassen. Die Patienten wollen sich aktiv an ihrem Genesungsprozeß
beteiligen. Der Vorteil der Physiotherapie liegt darin, daß
sie keine Nebenwirkungen hat.
Als
Teil der modernen Medizin entwickelt sich die Physiotherapie
ständig weiter. Für die Angehörigen des Berufes ist Weiterqualifikation
selbstverständlich.
Die
Leistungen der Physiotherapeuten sind aus der heilenden Medizin,
der Vorbeugung und der Rehabilitation nicht mehr wegzudenken.
Der Arzt stellt die Diagnose und verordnet die physiotherapeutische
Behandlung, die der Physiotherapeut aufgrund einer Untersuchung
und Interpretation der Befunde patientengerecht konzipiert.
Aufgrund ihrer hohen Qualifikation erbringen Physiotherapeuten
in der Vorbeugung auch Leistungen ohne ärztliche Verordnung.
Der
Therapeut in der heilenden Medizin
Ärzte
in freier Praxis, in Kliniken oder Krankenhäusern können ein
breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten nutzen.
Mit einer großen Vielzahl an Arzneimitteln und hochtechnisierter
Medizin diagnostizieren sie angeborene oder erworbene Krankheiten,
leiten die Heilungsprozesse ein und sorgen für möglichst völlige
Gesundung.
In
allen Phasen der ärztlichen Behandlung steht der Physiotherapeut
den Ärzten zu Seite, gleich ob in der Neurologie, nach einem
operativen Eingriff, aufgrund von Erkrankungen des Bewegungssystems
oder zur Linderung chronischer Leiden.
Die an die ärztliche Verordnung gebundene Tätigkeit der Physiotherapeuten
erfordert vor allem in der heilenden Medizin engen Kontakt
zum behandelnden Arzt und allen am Patienten tätigen Berufsgruppen.
Die Praxis des Physiotherapeuten ist eine eigenständige Einheit,
in der kompetente Fachleute ihren Dienst am Patienten nach
speziellen Konzepten leisten.
Der
Therapeut in der Rehabilitation
Eine ganz wesentliche Rolle spielen Physiotherapeuten in der
Nachsorge oder Rehabilitation. Patienten, die nach einer Krankheit
oder einem Unfall behindert sind, können durch die physiotherapeutische
Behandlung den Weg zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit
in der Familie und am Arbeitsplatz finden.
Ebenso
verhindern häusliche Behandlungen durch Physiotherapeuten
vielfach die Pflegeeinweisung.
Der
Therapeut in der Vorbeugung
Vorbeugung und Krankheitsvorsorge ist der Teil des Heilwesens,
in dem Politiker die größten Reserven zur Einsparung von späteren
Behandlungskosten sehen. Das spiegelt sich in der Gesetzgebung
wider, aber auch im wachsenden Gesundheitsbewußtsein der Menschen.
Die demografische Entwicklung der Bevölkerung zwingt die Gesundheitspolitiker
zur Förderung der Prävention: Die Menschen werden immer älter
und leiden zunehmend an verschiedenen Krankheiten.
Hier
bietet sich ein weites Arbeitsfeld für die Physiotherapeuten.
Denn gerade ihre Leistungen sind auf die Vorsorge maßgeschneidert.
Sie ist dreigeteilt:
- Die
Primärprävention widmet sich der Vorbeugung von Krankheiten,
um ihr Entstehen zu verhindern.
- Die
Sekundärprävention dient dem möglichst frühzeitigen Erkennen
und Behandeln von Krankheiten und Krankheitsrisiken bis
ins hohe Alter, wobei die Risikovermeidung einer Wiedererkrankung
eine zentrale Rolle spielt.
- Die
Tertiärprävention beinhaltet Maßnahmen zur Vermeidung von
Rückfällen, zur Behandlung chronischer Krankheitsverläufe
und gibt Hilfen zur Selbsthilfe, um mit der Krankheit besser
leben zu können.
Ein
besonderes Merkmal der Physiotherapie ist der persönliche
Kontakt zwischen Patient und Physiotherapeut während der Behandlung.
Dabei sind nicht nur das theoretische Fachwissen und das Wissen
und das praktische Können der Physiotherapeuten entscheidend
für den Erfolg. Ausschlaggebend ist auch die Fähigkeit, die
aktive Mitarbeit des Patienten zu gewinnen, ihre Eigenverantwortlichkeit
anzuregen und zu erhalten.
Der
Physiotherapeut behandelt auf der Grundlage der ärztlichen
Diagnose und Verordnung und wählt nach seiner physiotherapeutischen
Untersuchung die Behandlungsmethode aus. Insofern ist der
Beruf durch eine außergewöhnliche Eigenverantwortlichkeit
geprägt. Wie bei allen Heilberufen ist es für Physiotherapeuten
obligatorisch, sich ständig weiterzubilden, um ihre Behandlungsmethoden
zu verbessern, sich dem raschen Fortschritt in der Medizin
anzupassen, neue Methoden einsetzen zu können und die vorgegebenen
Qualitätsstandards zu garantieren. Ihre Leistungen können
Physiotherapeuten in allen medizinischen Fachgebieten erbringen.
Ausbildung und Zulassungsberechtigungen für die freie Praxis
sind für alle gleich.
Sowohl
bei Störungen der Bewegungsorgane als auch des zentralen und
peripheren Nervensystems oder der inneren Organe ist die Arbeit
der Physiotherapeuten gefragt. Ziel der Behandlung von reversiblen,
also heilbaren Störungen ist die Wiederherstellung des natürlichen
Bewegungsverhaltens. Ein Patient mit bleibenden Störungen
soll so behandelt werden, daß er möglichst unabhängig von
Fremdhilfe selbst bestimmt in Alltag und Beruf leben kann.
Information, Motivation und Schulung helfen dem Patienten,
sein Verhalten auf die Störung seiner Körperfunktion gesundheitsgerecht
abzustimmen.
Quellennachweis:
Deutscher Verband für Physiotherapie- Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten
(ZVK) e.V
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